Heute in einer Woche startet der Bonner Halbmarathon 2026. Einer meiner zwei Fokuswettkämpfe (neben dem Leverkusener Halbmarathon im Juni). Nach wie vor werde ich einen Infekt nicht los, der mich seit anderthalb Wochen vom Training abhält.
Ich kann nicht genau sagen was es für ein Infekt ist, Ursprung vermutlich aus der Kita. Ein richtiger Klassiker: Gutes Frühjahr gehabt, gesundheitlich gut durchgekommen, im März noch gut 100 Kilometer unter die Füße bekommen. Euphorie macht sich breit. Und dann fängt meine Tochter an zu Husten. Und so setzt die harte Ernüchterung ein, dass es nicht um ein Anpassen der anvisierten Zielzeit (Sub 1:35), sondern um das Bangen um den Start geht. Auch mit all der Erfahrung verursacht das bei mir massiven Frust.
Einerseits macht mir das immer wieder klar, wie wichtig das Laufen, spezifischer der Wettkampf für mich und mein Ego ist. Andererseits ist es auch der Fluch von Wettkampf-Sportarten, die nicht an jedem Wochenende stattfinden, sondern in meinem Fall momentan zwei bis dreimal im Jahr.
Der Plan für die Woche: Recovery-Programm weiter durchziehen (Inhalieren, Nasendusche, möglichst guter Schlaf, möglichst gesund Essen, Schonung im Alltag wo möglich). Mittwoch (vier Tage vorm Wettkampf) lockerer 5 Kilometer-Lauf. Donnerstag/Freitag Entscheidung bzgl. Start. Freitag nochmal 12 Kilometer. In diesem Fall wäre der Start recht sicher. Wenn die 12 Kilometer nach meinem Körpergefühl nicht drin sind, dann DNS.
Die klare, eindeutige Entscheidung fällt mir dabei sauschwer. Im Kern ist sie wahrscheinlich klar. Im Kopf ein ständiges Abwägen zwischen Gesundheit, Folgen für Familie und Lohnarbeit. Rational eindeutig, emotional dennoch heftig. Let’s go, let’s see.
Schreibe einen Kommentar