Autor: admin

  • 26.04.2026 – Start der Vorbereitung für den Leverkusener Halbmarathon

    Das Ergebnis und die Performance beim Bonner Halbmarathon waren motivierend.

    Allein regelmäßiges, konstantes Laufen über die letzten vier Monate, mit wenig gesundheitsbedingten Unterbrechungen, sowie vier Long-Runs (Long-Run für mich = ab 14 Km) haben zusammen mit meiner langjährigen Basis zu einer 1:32 geführt. Da ist für Leverkusen was drin. Nicht nur die Bergwertung wird für mich auf einmal interessant. Auch die Sub-1:30-Marke scheint nicht unrealistisch. Auch wenn der Kurs welliger als Bonn ist und damit womöglich schwerer. Hinzu kommen die vermutlich wärmeren Temperaturen.

    Die KI (Co-Pilot Deep Search) hat mir unter Berücksichtigung meiner Umstände einen Trainingsplan ausgespuckt, welcher für mich soweit auch Sinn macht. Grundsätzlich ist aber wahrscheinlich alles zielführender als einfach „nur“ dreimal die Woche zu laufen (inklusive Long-Run). Also kommen jetzt vor allem wieder Intervalle ins Spiel.

    Die erste Intervall-Einheit (6x800m bei 4:00-4:05 Min/km) habe ich knapp eine Woche nach dem Bonner Halbmarathon absolviert. Gerade richtig. Beine waren gut. Der Kopf war noch erschöpft. Schon verrückt wie wichtig die mentale Fitness, in dem Fall die mentale Erholung, in Bezug auf die körperliche Leistung ist. Das „Warum“ und „Die (Intervalle) schaffe ich nicht“ waren schon präsent nach den ersten drei Intervallen. Intervall für Intervall konnte ich sie letztlich gut laufen. Dennoch habe ich für mich festgestellt, dass ich unter den sonstigen Belastungen (vor allem Lohnarbeit und Care-Arbeit) inzwischen gut eine Woche brauche, um mich auch mental wieder auf ein erholtes Level zu bringen.

    Die Haupt-Prio bleibt gleich: Gesund bleiben. Ziel im Kopf, Einheiten abspulen. Und bei allem Ehrgeiz und allen Zielen nicht zu viel Druck erzeugen. Haha.

  • 20.04.2026 – Bonner Halbmarathon 2026

    Die Angst vor dem DNS konnte ich eine Woche vor dem Bonner Halbmarathon 2026 durch zwei kurze, lockere Läufe (Mittwochs: 30 Minuten und Freitags 40 Minuten) ausräumen. Die folgenden Nächte verliefen normal und an den Tagen nach den Läufen waren keine Anzeichen für Infekt-Folgen mehr zu spüren.

    Entsprechend stieg langsam meine Vorfreude auf das Rennen. Die Startzeit war mit 8.15 Uhr für den ersten Startblock ungewohnt früh. Zudem war es entsprechend kalt. Meine Schwiegereltern haben dankenswerterweise die Kinderbetreuung übernommen und so konnten Sarah und ich recht entspannt Richtung Bonn aufbrechen. Die über die Jahre gesammelte Erfahrung hilft inzwischen gut durch die Abläufe bis zum Startblock zu kommen (Umziehen, Kleiderbeutel, Toilettenpapier mitnehmen, Warmlaufen, Startblock).

    Mein Rennen war anschließend grundsolide und hat für den größtenteils Freude gemacht. Das Training hat sich ausgezahlt und so konnte ich meine anvisierte Zeit von 1:35:00 unterbieten und habe mit einer 1:32:27 gefinisht. Die Verpflegung per Gel und das Mitnehmen der Verpflegungsstationen (Wasser) hat gut geklappt, sodass auch die letzten 3 bis 4 Kilometer gut zu laufen waren. Dennoch waren die Kilometer 17 bis 20 nicht unbedingt angenehm. Erst das Einlaufen auf den letzten Kilometer sowie die letzten 500 Meter waren mit insgesamt mit drei „Stimmungsnestern“ dann wirklich zum Genießen. Rundheraus ein gutes, solides Rennen.

    Der Blick geht jetzt schon weiter nach vorne, zum zweiten Saisonhöhepunkt, dem Halbmarathon in Leverkusen. Hier gibt es jetzt eine gute Grundlage, um nochmal zwei Ziele in Angriff zu nehmen: 1) Top 3 in der Sprint-Bergwertung und 2) Sub 1:30:00

    Je nach Trainingsverlauf, vor allem Gesundheitszustand, muss das natürlich nochmal nachgeschärft werden. Erstes Ziel: Gesund an den Start kommen. Insgesamt hat mir auch der Bonner Halbmarathon, trotz aller Nüchternheit, wieder gezeigt, warum ich den Sport inklusive der Wettkämpfe so verinnerliche: Es ist schnörkellos und ehrlich. Es gibt keine Ausreden und verbindet gleichzeitig viele Menschen in einer simplen Sache. Es schafft für mich einfach einen wesentlichen Teil meiner Identität. Ich bin ein Läufer.

  • 12.04.2026 – Angst vor dem DNS

    Heute in einer Woche startet der Bonner Halbmarathon 2026. Einer meiner zwei Fokuswettkämpfe (neben dem Leverkusener Halbmarathon im Juni). Nach wie vor werde ich einen Infekt nicht los, der mich seit anderthalb Wochen vom Training abhält.

    Ich kann nicht genau sagen was es für ein Infekt ist, Ursprung vermutlich aus der Kita. Ein richtiger Klassiker: Gutes Frühjahr gehabt, gesundheitlich gut durchgekommen, im März noch gut 100 Kilometer unter die Füße bekommen. Euphorie macht sich breit. Und dann fängt meine Tochter an zu Husten. Und so setzt die harte Ernüchterung ein, dass es nicht um ein Anpassen der anvisierten Zielzeit (Sub 1:35), sondern um das Bangen um den Start geht. Auch mit all der Erfahrung verursacht das bei mir massiven Frust.

    Einerseits macht mir das immer wieder klar, wie wichtig das Laufen, spezifischer der Wettkampf für mich und mein Ego ist. Andererseits ist es auch der Fluch von Wettkampf-Sportarten, die nicht an jedem Wochenende stattfinden, sondern in meinem Fall momentan zwei bis dreimal im Jahr.

    Der Plan für die Woche: Recovery-Programm weiter durchziehen (Inhalieren, Nasendusche, möglichst guter Schlaf, möglichst gesund Essen, Schonung im Alltag wo möglich). Mittwoch (vier Tage vorm Wettkampf) lockerer 5 Kilometer-Lauf. Donnerstag/Freitag Entscheidung bzgl. Start. Freitag nochmal 12 Kilometer. In diesem Fall wäre der Start recht sicher. Wenn die 12 Kilometer nach meinem Körpergefühl nicht drin sind, dann DNS.

    Die klare, eindeutige Entscheidung fällt mir dabei sauschwer. Im Kern ist sie wahrscheinlich klar. Im Kopf ein ständiges Abwägen zwischen Gesundheit, Folgen für Familie und Lohnarbeit. Rational eindeutig, emotional dennoch heftig. Let’s go, let’s see.